{"id":12366,"date":"2021-03-08T00:00:00","date_gmt":"2021-03-07T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kurago.software\/blog\/unkategorisiert\/susana-garcia-we-need-more-female-role-models\/"},"modified":"2023-12-12T12:04:53","modified_gmt":"2023-12-12T11:04:53","slug":"susan-garcia-wir-brauchen-mehr-weibliche-vorbilder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurago.software\/de\/blog\/kuragers\/susan-garcia-wir-brauchen-mehr-weibliche-vorbilder\/","title":{"rendered":"Susan Garc\u00eda &#8211; Wir brauchen mehr weibliche Vorbilder"},"content":{"rendered":"<style>.wp-block-kadence-advancedheading.kt-adv-heading12366_884b6b-e1, .wp-block-kadence-advancedheading.kt-adv-heading12366_884b6b-e1[data-kb-block=\"kb-adv-heading12366_884b6b-e1\"]{font-style:normal;}.wp-block-kadence-advancedheading.kt-adv-heading12366_884b6b-e1 mark, .wp-block-kadence-advancedheading.kt-adv-heading12366_884b6b-e1[data-kb-block=\"kb-adv-heading12366_884b6b-e1\"] mark{font-style:normal;color:#f76a0c;padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}<\/style>\n<h2 class=\"kt-adv-heading12366_884b6b-e1 post-intro wp-block-kadence-advancedheading\" data-kb-block=\"kb-adv-heading12366_884b6b-e1\">Susana Garc\u00eda bekleidet das Amt des Product Owners bei Kurago. Nach Jahren eines&nbsp; intensiven Werdegangs entlang ihrer Karriere repr\u00e4sentiert &nbsp;Susana ein Beispiel f\u00fcr den Erfolg und weiblicher F\u00fchrung in der Welt der Softwareentwicklung.<\/h2>\n\n\n\n<p>In diesem Interview erl\u00e4utert sie uns ihre Erfahrungen und die Denkweise, wie ihrer Meinung nach j\u00fcngere Frauen den Beruf einsch\u00e4tzen. Wie sie selbst sagt, befindet sie sich in einer privilegierten Situation, die anderen Frauen leider oft nicht gew\u00e4hrt wurde. Sei es, weil sie sich selbst eingeschr\u00e4nkt f\u00fchlen und sich nicht trauen, wissenschaftliche Berufe zu erlernen oder aber, dass sie ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt noch nicht finden konnten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was haben Sie studiert? Wie waren Ihre Erfahrungen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe an der UPV\/EHU (Universit\u00e4t des Baskenlandes) Physik studiert und mich auf Elektronik und Automatik spezialisiert. Es war ein ziemlich hartes Studium, aber auf pers\u00f6nlicher Ebene war es eine einzigartige Lebenserfahrung f\u00fcr mich, wie wohl auch f\u00fcr die meisten anderen Menschen, sch\u00e4tze ich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gab es viele Frauen, die das Gleiche studierten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Fall gab es durchaus viele Frauen in den Physikwissenschaften. Obwohl es sich um einen naturwissenschaftlichen oder technischen Studiengang handelt, den wir immer mit einer gr\u00f6\u00dferen m\u00e4nnlichen Pr\u00e4senz assoziieren, hatte ich in diesem Fall viele weibliche Kommilitonen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hat es vielleicht damit zu tun, dass es sich um einen Beruf handelt , der in erster Linie weitgehend theoretisch ist?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke schon. Das Ingenieurwesen ist traditionell ein eher m\u00e4nnlicher Beruf. Die Tatsache, dass Physik oder Mathematik a priori eher mit einem akademischen Bereich verbunden sind, bedeutet meines Erachtens, dass es mehr weibliche Pr\u00e4senz gibt. In meinem Fall hatte ich nicht das Gef\u00fchl, eine Minderheit darzustellen, so wie es in den Berufssparten des Ingenieurwesens so oft der Fall ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Als Sie sich entschieden haben, Physik zu studieren, sind Sie da auf irgendeine Art von Abneigung gesto\u00dfen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Fall: keineswegs. Ich hatte mehrere Berufe im Sinn und f\u00fcr mich war klar, dass ich ein technisches Studium ergreifen wollte. Dann musste ich mir nur noch einen Bereich suchen, in dem ich mich wohlf\u00fchle und der mir gef\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich dachte sogar \u00fcber die Option eines Ingenieurstudiums nach, und dann passierte etwas Kurioses. Ein Freund meiner Eltern war Wirtschaftsingenieur und als ich ihm erz\u00e4hlte, dass ich \u00fcber eine technische Karriere nachdachte und zwar konkret \u00fcber das Ingenieurwesen, war er sehr kategorisch und sagte: \u201eMach besser kein Stusium des Wirtschaftsingenieurwesens, denn das ist eine sehr \u201em\u00e4nnliche\u201d Welt, in der es nur sehr wenige Frauen gibt. Vielleicht solltest du lieber eine andere Technik wie Telekommunikation oder so etwas \u00e4hnliches studieren\u201d. Dieses Gespr\u00e4ch hat sich wirklich in meinem Kopf eingebrannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende habe ich mich nicht f\u00fcr das Ingenieurwesen entschieden. Nicht aus Abneigung, sondern weil ich nicht gut im technischen Zeichnen war und dachte: \u201eWenn ich das technische Zeichnen aus dem Ingenieurwesen herausnehme, bleibt mir nur Physik oder Mathematik\u201d. Aber ich habe dieses Gespr\u00e4ch nie vergessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere Person, die meinen Weg in gewisser Weise mitgepr\u00e4gt hat, war meine Physiklehrerin auf dem Gymnasium. Sie stellte eine Referenz f\u00fcr mich dar. Ich bewunderte sie und interessierte mich sehr daf\u00fcr, was sie tat. Sowohl meine Physiklehrerin &nbsp;wie auch ein anderer Lehrer haben mich massiv gepr\u00e4gt. Vorbilder zu haben ist von gro\u03b2er Bedeutung f\u00fcr den sp\u00e4teren beruflichen Weg, denke ich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Obwohl es in Ihrem Fall nicht relevant war, denken Sie, dass ein solcher Kommentar eine junge Frau davon abhalten k\u00f6nnte, ihren eigenen Weg zu gehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, absolut. Stellen Sie sich einmal vor: Sie sind 17 oder 18 Jahre alt, Sie \u00fcberlegen, was Sie studieren wollen, und ein Ingenieur sagt Ihnen, dass es sich um eine sehr \u201emaskuline\u201c &nbsp;Welt handelt. Erst recht in einem Alter, in dem man selbst noch sehr unentschlossen ist, kann solch ein Kommentar durchaus entscheidend sein.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>Um Frauen zu einer wissenschaftlichen Karriere zu ermutigen, ist es meiner Meinung nach ausgesprochen wichtig, positive Referenzen um sich herum zu haben.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Wie hat sich Ihr Einstieg in die Arbeitswelt dargestellt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Physikstudium ist recht theoretisch, aber die Spezialisierung war dann doch etwas praktischer, mehr auf die industrielle Welt bezogen. Als ich damit fertig war, f\u00fchlte ich mich noch &nbsp;nicht ausreichend vorbereitet f\u00fcr den Einstieg in die Arbeitswelt. Also entschied ich mich f\u00fcr einen Mittelweg zwischen der akademischen und der beruflichen Welt: n\u00e4mlich f\u00fcr einen Antrag auf ein Stipendium der baskischen Regierung f\u00fcr Ingenieure, &nbsp;um in einem Forschungszentrum zu arbeiten. Er wurde trotz einer nur 10%igen Chance angenommen. Dieses zwei-j\u00e4hrige Stipendium bot mir eine unglaublich interessante erste Arbeitserfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dank dieser Tatsache war der Berufseintritt kein bisschen schwierig mehr, wohl aber die Wahl des beruflichen Weges, f\u00fcr den ich mich sp\u00e4ter entschieden habe. Ich bin keine Software-Ingenieurin, obwohl ich dieser Welt angeh\u00f6re. Mein stark technischer sowie mathematischer Hintergrund haben mir geholfen, in die Welt der Software und schlie\u00dflich in die Blechindustrie zu gelangen. Als ich anfing zu arbeiten, sah ich, dass es zwischen dem, was ich studiert hatte, und der industriellen Welt eine gr\u00f6\u00dfere Verbindung gab, als ich anfangs dachte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wurden Sie, aufgrund der Tatsche, eine Frau zu sein, schon einmal anders am Arbeitsplatz behandelt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Fall habe ich das noch nicht erlebt. Ich habe mich in meinem Job nicht diskriminiert gef\u00fchlt, weil ich eine Frau bin. Ja, ich war schon in traditionelleren Unternehmen, wo ich manchmal eine gewisse paternalistische Behandlung erfahren habe. Oft war ich auch die einzige Frau in der Abteilung, obwohl ich denke, dass dies eher dem Arbeitsmarkt geschuldet ist als einer Voreingenommenheit im Auswahlverfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Was meine Arbeit betrifft, so habe ich mich immer genauso wertgesch\u00e4tzt gef\u00fchlt wie meine m\u00e4nnlichen Kollegen. Dennoch habe ich das Gef\u00fchl, dass ich manchmal Verwaltungspositionen bekommen habe, eben weil ich eine Frau bin. Aus irgendeinem Grund wurde ich in diese Position hineinbef\u00f6rdert, m\u00f6glicherweise waren die Vorgesetzten der Meinung, dass ich diesen Job besser machen k\u00f6nnte als einen rein technischen. Das habe ich damit gemeint, als ich \u00fcber das Gef\u00fchl eines gewissen paternalistischen Verhaltens sprach. M\u00f6glicherweise war es aber auch einfach nur mein Eindruck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie sch\u00e4tzen Sie die Umst\u00e4nde und die Dynamik der Arbeit bei Kurago ein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei Kurago werden sowohl Erfahrung wie pers\u00f6nliche Kenntnisse ber\u00fccksichtigt. Ich habe einen zweij\u00e4hrigen Sohn und muss sagen, seit ich aus dem Mutterschaftsurlaub zur\u00fcck bin, l\u00e4uft es besser f\u00fcr mich. Es ist also genau das Gegenteil von dem eingetroffen, was man normalerweise erwartet h\u00e4tte. In meinem Fall erhielt ich sogar die M\u00f6glichkeit, neuen Herausforderungen gengegen\u00fcberzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem wurde meine reduzierte Arbeitszeit von Anfang an respektiert , was in keinster Weise ein Hindernis darstellte, neue Aufgaben anzunehmen. Ich bin mir meiner previligierten Stellung durchaus bewusst; schlie\u03b2lich ist es allzu oft der Fall, gewisse Einschr\u00e4nkungen in seiner beruflichen Entwicklung hinnehmen zu m\u00fcssen, wenn man frisch aus dem Mutterschaftsurlaub zur\u00fcckkommt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sehen Sie f\u00fcr sich eine Wachstumsperspektive im Unternehmen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, ich bin gerade mittendrin. Von Anfang an habe ich mich in kurzer Zeit stark weiterentwickelt: begonnen bei der Software-Ingenieurin, \u00fcber Requirements Engineer und nun zum Product Owner. Mein Karriere war exponentiell, obwohl ich das nat\u00fcrlich meiner bisherigen beruflichen Erfahrung zu verdanken habe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie sollten Ihrer Meinung nach junge Frauen ermutigt werden, naturwissenschaftliche oder technische Berufe zu ergreifen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie ich schon erw\u00e4hte, Referenzen zu haben, ist meines Erachtens ein sehr wichtiger Punkt. Ich meine damit nicht, die Namen der gro\u00dfen Wissenschaftlerinnen zu kennen, sondern einfach Frauen, die sich diesem Bereich widmen und so aufzeigen, dass dieser sehr wohl eine reale Option f\u00fcr Frauen darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidend ist letztendlich die Frage, ob diese Welt anziehend f\u00fcr die jeweilige Person ist, es bedarf der Motivation. Ehrlich gesagt sprechen wir hier \u00fcber keine einfachen Berufe und genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass man eine Berufung f\u00fcr diese sp\u00fcrt. Dabei sollte man aber auch die eigenen F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten nicht au\u03b2er Acht lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Interesse f\u00fcr technische sowie naturwissenschaltliche Laufbahnen muss bereits im Kindesalter geweckt und gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Susana Garc\u00eda ist ein weibliches Vorbild f\u00fcr Erfolg und F\u00fchrung im Software-Engineering. Anl\u00e4sslich des Internationalen Frauentags teilte sie ihre Erfahrungen.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":14210,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_eb_attr":"","_gspb_post_css":"","_kad_blocks_custom_css":"","_kad_blocks_head_custom_js":"","_kad_blocks_body_custom_js":"","_kad_blocks_footer_custom_js":"","_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"footnotes":""},"categories":[210],"tags":[],"taxonomy_info":{"category":[{"value":210,"label":"Kuragers"}]},"featured_image_src_large":["https:\/\/kurago.software\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/garcia-susana-kuragers-sq-2.png",952,952,false],"author_info":{"display_name":"Corporate Communication","author_link":"https:\/\/kurago.software\/de\/blog\/author\/corporate-communication\/"},"comment_info":0,"category_info":[{"term_id":210,"name":"Kuragers","slug":"kuragers","term_group":0,"term_taxonomy_id":210,"taxonomy":"category","description":"","parent":0,"count":10,"filter":"raw","cat_ID":210,"category_count":10,"category_description":"","cat_name":"Kuragers","category_nicename":"kuragers","category_parent":0}],"tag_info":false,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kurago.software\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12366"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kurago.software\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kurago.software\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kurago.software\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kurago.software\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12366"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kurago.software\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12366\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kurago.software\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14210"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kurago.software\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12366"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kurago.software\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12366"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kurago.software\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}